Nomaden
Steppen, Wüsten, Tundra, Berge und endloses Eis: so sind viele große Regionen auf unserem Planeten – zum Beispiel in Sibirien oder Afrika. Das Klima ist extrem: heiß und trocken oder eiskalt und windig. Nur wenige Pflanzen wachsen dort. Und doch leben in diesen Regionen Tiere – und auch Menschen. Man nennt sie Nomaden und sie existieren schon seit Tausenden von Jahren.
Nomaden legen große Strecken zurück, um Wasser und Essen zu finden. Sie müssen immer wieder einen neuen Wohnplatz konstruieren.
Die Beduinen wandern mit ihren Kamelen durch die Sahara und die arabische Wüste. Wenn sie eine Oase finden, bleiben sie einige Zeit dort. Sie bauen ihre Zelte auf, pflücken Datteln und machen Joghurt aus Kamelmilch.
Die Mongolen haben auch Tiere, vor allem Kamele und Schafe. Ihre Jurten (eine Art Zelt) sind aus dickem Filz und haben eine Feuerstelle, weil es in der Mongolei sehr kalt ist.
Im arktischen Norden Amerikas ist es noch viel kälter. Hier gibt es noch einige Inuit, die mit ihren Hunden und Schlitten als Nomaden leben. Sie bauen ihre runden Iglus aus Eisblöcken. Heute haben viele Inuit einen permanenten Wohnort.
Auch die Massai, die Buschmänner der Kalahari-Wüste in Ostafrika, und die Ureinwohner Australiens sind Nomaden.
Viele Stämme ändern langsam ihren Lebensstil. Sie ziehen in die Nähe von Städten und bauen Hütten oder Häuser. Das Nomadenleben klingt romantisch, aber es ist sehr hart.